Gutachten belegt: Pflege-Bürgerversicherung rechnet sich!
Berlin, 13. Januar 2012.
„Dieses Ergebnis beweist, dass die Pflege-Bürgerversicherung nicht nur gerecht, sondern auch ohne zusätzliche Kosten umsetzbar ist“, begrüßt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler das Resultat eines Gutachtens von Prof. Heinz Rothgang. „Die Pflege-Bürgerversicherung kann allen Bürgern eine ausreichende Absicherung gewährleisten und macht eine private Zusatzversicherung überflüssig“, erklärt Prof. Rothgang. „Während der Bundesgesundheitsminister seit Monaten kein Konzept für eine nachhaltige Versorgung im Falle einer Pflegebedürftigkeit zustande bringt, kann die AWO jetzt beweisen, dass die Pflege-Bürgerversicherung den Beitragssatz sogar bis 2050 unter drei Prozent stabilisieren würde“, versichert Stadler
Die AWO beauftragte Prof. Heinz Rothgang von der Uni Bremen, die finanzielle Machbarkeit einer Pflege-Bürgerversicherung zu prüfen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine Pflege-Bürgerversicherung sogar Leistungsverbesserungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen möglich machen würde. „Das grundsätzliche Problem der Sozialen Pflegeversicherung liegt in ihrer Einnahmeschwäche. Die Mehreinnahmen, die wir durch die Einbeziehung der gesamten Bevölkerung, die Verbeitragung aller Einkommensarten in einer Säule und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf die derzeit in der Rentenversicherung geltende Höhe von 5.500 Euro pro Monat erzielen, lösen dieses Problem. Auch die sofortige Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes wird möglich“, betont Stadler. „Selbst wenn weitere Leistungsverbesserungen vorgenommen, alle Leistungen dynamisiert und sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2050 verdoppeln würde, kann mit der Pflege-Bürgerversicherung der Beitragssatz bis 2050 unter drei Prozent gehalten werden“, ergänzt Prof. Rothgang.
Die AWO fordert seit langem die Einführung einer Pflege-Bürgerversicherung als solidarische Finanzierungsgrundlage in der Pflegeversicherung. „Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verminderung von sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit“, betont Stadler. Die Umwandlung der Sozialen Pflegeversicherung in eine Bürgerversicherung würde die strukturelle Einnahmeschwäche an der Wurzel packen, da ein Übertritt in die Private Pflegeversicherung dann nicht mehr möglich wäre und auch eine sinkende Lohnquote durch Berücksichtigung aller Einkommensarten nicht mehr zu einer Verringerung der beitragspflichtigen Einnahmen führen würde. „In der Pflegeversicherung macht die Aufteilung in eine gesetzliche und eine private Versicherung überhaupt keinen Sinn mehr, da das Leistungsrecht beider Systeme absolut identisch ist. Das kostet nur unnötig Geld“, erklärt Stadler. Die Pflege-Bürgerversicherung würde hingegen bei einer sofortigen Einführung ohne Berücksichtigung von Übergangsregelungen den <//span>zum Budgetausgleich notwendigen Beitragssatz um 0,4 Beitragssatzpunkte reduzieren. „Deshalb fordert die AWO die Politik und insbesondere Minister Bahr auf, endlich zu handeln und die verfassungskonforme Umsetzung einer Pflege-Bürgerversicherung auf den Weg zu bringen“, bekräftigt der AWO Bundesvorsitzende.
Im Anhang dieser Mail finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Gutachtens.
Das Gesamtgutachten finden Sie hier
Mit freundlichen Grüßen
i. A. Mona Finder
AWO Bundesverband e. V
Pressesprecherin
Abteilung Kommunikation
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F + 49 (0)30 26 309 32 222
Mobil 49 (0)172 - 261 50 14
AWO startet kostenfreie Online-Pflegeberatung
Berlin, 25. Mai 2011. Als erster Verband der Freien Wohlfahrtspflege bietet die AWO im Bereich der Pflege und Senioren eine Onlineberatung an. Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz verkündete das AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker den Start des bundesweit einmaligen Angebots. „Unter www.awo-pflegeberatung-online.de finden die mehr als zwei Millionen pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörige sowie weitere Interessierte kostenfrei schnelle und anonyme Hilfe. Sie ist zudem jederzeit und an jedem Ort, an dem es eine Internetverbindung gibt, verfügbar“, erklärt Brigitte Döcker den neuen AWO-Service. „Per E-Mail gestellte Fragen werden von unseren Pflegeexperten innerhalb von maximal 48 Stunden* beantwortet“, verspricht Döcker allen Ratsuchenden.
Wer Rat sucht, sieht sich in einer Notlage. In dieser Situation ist die AWO für Senioren oder deren Angehörige häufig erster Ansprechpartner für Fragen sowohl aus dem konkreten Pflegebereich als auch über die Pflege hinaus. Die Online-Pflegeberatung der AWO kann hier Angehörige entlasten und den Ratsuchenden Unterstützung geben. Das Team der AWO-Experten bietet Onlineberatung zu folgenden Themen: Leistungsansprüche, Dienstleistungsangebote, Aktive Lebensgestaltung sowie Demenz und Vorsorgemöglichkeiten. „Bei der Umsetzung der Onlineberatung war uns auch das Thema Datenschutz besonders wichtig, da Ratsuchende hier sehr private Daten übermitteln. Deshalb haben wir die strengsten Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre von Ratsuchenden ergriffen“, garantiert Brigitte Döcker die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.
Die Zahl der über 50-jährigen Internetnutzer steigt seit einigen Jahren stark an. Im Internet nach Beratung zu suchen und E-Mails zu schreiben wird auch für diese Altersgruppen immer mehr zur Normalität. Besonders im Bereich der Altenhilfe spielen Beratungsangebote eine große Rolle, da hier dem großen Bedarf und den vielfältigen Bedürfnissen eine hohe Anzahl von Angeboten gegenübersteht. Darüber hinaus ist die Sozialgesetzgebung kompliziert, die Menschen kennen die Leistungen oft nicht, wissen nicht, wo sie Hilfe in einer Pflegesituation erhalten. Die Ratsuchenden können sich nun von dem neuen Service der AWO unterstützen lassen.
Mehr Informationen unter: www.awo-pflegeberatung-online.de
*Gilt für Werktage
Mit freundlichen Grüßen
i. A. Mona Finder
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Pressesprecherin
Abteilung Kommunikation
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Bundesweite Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen von Kinderbetreuung
Der ElternService AWO bietet unterschiedliche Dienstleistungen an, die sich an der jeweiligen Zielgruppe orientieren:
• Für Unternehmen bieten wir eine kompetente Beratung im Bereich familienbewusste Personalpolitik an.
• Als Arbeitnehmer eines Partnerunternehmens können Sie sich - je nach vertraglicher Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber - von uns zu allen Fragen der Kinderbetreuung beraten lassen. Wir vermitteln auch gute und qualifizierte Betreuungsangebote für Ihr Kind aller Alterstufen.
• Für alle Interessierten bieten wir ein Informationsportal zu Fragen rund um das Leben in der Familie und des Zusammenlebens mit Kindern.
• Als Betreuungsperson können Sie sich hier über eine mögliches Beschäftigungsverhältnis beim ElternService AWO informieren und interessante Neuigkeiten über Ihr Arbeitsfeld erhalten.
Nähere Infos unter http://www.elternservice-awo.de
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Fax: 06731-46166
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